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3D-Druck Kosten erklärt: Was bestimmt den Preis Ihres Drucks?

Was kostet 3D-Druck wirklich? Erfahren Sie, welche Faktoren den Preis bestimmen: Material, Druckzeit, Komplexität, Nachbearbeitung und mehr. Mit praktischen Beispielen.

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Dennis

3Dennis

4 Min. Lesezeit
3D-Druck Kosten erklärt: Was bestimmt den Preis Ihres Drucks?
Inhalt

“Was kostet ein 3D-Druck?” ist die Frage, die wir am häufigsten gestellt bekommen. Die ehrliche Antwort: das hängt von mehreren Faktoren ab. Wer aber versteht, wie sich der Preis zusammensetzt, kann klügere Entscheidungen treffen und unnötige Kosten vermeiden.

In diesem Artikel erklären wir transparent, was die Kosten eines 3D-Drucks bestimmt. Keine vagen Antworten, sondern konkrete Faktoren mit realen Beispielen.

1. Materialkosten

Das verwendete Filament beeinflusst den Preis direkt.

PLA ist das günstigste Material und kostet am wenigsten pro Gramm. Ideal für Prototypen, dekorative Objekte und funktionale Teile ohne hohe Anforderungen.

PETG kostet etwas mehr als PLA, bietet aber bessere mechanische und chemische Eigenschaften. Die häufigste Wahl für professionelle Anwendungen.

ASA und ABS sind teurer als PETG und werden für Außenanwendungen oder höhere Temperaturen verwendet.

Nylon (PA12) ist deutlich teurer, aber unverzichtbar für stark belastete mechanische Teile.

Spezialmaterialien wie Kohlefaser-Composite oder TPU (flexibel) sind am teuersten, bieten aber einzigartige Eigenschaften.

Als Faustregel: Ein 50g-Teil aus PLA kostet materialbedingt einige Cent bis einen Euro. Dasselbe Teil in Nylon kostet fünfmal mehr an Material. Die Materialwahl hat also großen Einfluss.

2. Druckzeit

Die Druckzeit ist oft der größte Kostentreiber. Ein FDM-Drucker läuft zu einem festen Stundensatz für Strom, Verschleiß und Maschineneinsatz. Je länger der Druck, desto höher die Kosten.

Die Druckzeit hängt ab von:

Volumen: Mehr Material bedeutet längere Druckzeit. Ein hohles Gehäuse druckt schneller als ein massiver Block gleicher Außenmaße.

Schichthöhe: Feines Drucken (0,1 mm) dauert zwei- bis dreimal länger als grobes Drucken (0,3 mm). Für Teile ohne hohe ästhetische Anforderungen ist gröberes Drucken eine gute Kosteneinsparung.

Füllgrad (Infill): 20% Infill druckt deutlich schneller als 80% Infill. Außer bei hoher Druckfestigkeit reichen 20-40% für die meisten Anwendungen.

Wandstärke: Weniger Wände bedeutet schnelleres Drucken. Wir beraten Sie beim Angebot, welche Einstellungen zu Ihrer Anwendung passen.

3. Designkomplexität

Komplexere Modelle fordern mehr vom Drucker und manchmal zusätzliche Vorbereitungszeit.

Stützstrukturen (Supports): Überhänge über 45 Grad erfordern Stützmaterial, das nach dem Druck entfernt wird. Dies verursacht zusätzliche Material- und Nachbearbeitungskosten.

Detailgrad: Kleine feine Details benötigen eine feinere Düse und längere Druckzeit.

Mehrere Teile: Eine Baugruppe aus 5 Komponenten kostet mehr als ein einzelnes Teil, kann aber wegen Druckbarkeit oder Festigkeit sinnvoller sein.

Orientierung: Wie das Modell auf der Druckplatte steht, bestimmt Druckzeit und Festigkeitsverteilung. Wir optimieren das für Sie.

4. Nachbearbeitung

Standardmäßig liefern wir Teile so, wie sie vom Drucker kommen: mit der charakteristischen Schichtstruktur. Möchten Sie mehr? Optionen umfassen:

  • Support-Entfernung: Im Preis enthalten für einfache Supports
  • Schleifen: Glattere Oberfläche, kostet zusätzliche Zeit
  • Grundierung und Lackierung: Für eine vollständig glatte, lackierfertige Oberfläche
  • Gewindeeinsätze: Messing-Inserts für Schraubverbindungen, in unserer Werkstatt eingesetzt
  • Lackieren oder Sprühen: Auf Anfrage, für eine bestimmte Farbe oder Oberfläche

Nachbearbeitung kann den Preis erheblich erhöhen, ist aber manchmal für das Endergebnis unerlässlich.

5. Stückzahl

3D-Druck eignet sich hervorragend für Kleinserien, da keine Werkzeugkosten anfallen. Aber auch hier gelten Skaleneffekte:

  • 1 Stück: Voller Preis pro Einheit
  • 5-10 Stück: Wir können die Druckplatte effizienter nutzen, was den Stückpreis senkt
  • 50+ Stück: Deutlich niedrigerer Stückpreis durch effizienten Einsatz der Druckstunden

Serienproduktion ist immer wirtschaftlicher. Teilen Sie uns bei Ihrer Anfrage mit, ob Sie mehr Stück planen.

Was kostet ein 3D-Druck in der Praxis?

Um Ihnen eine Vorstellung zu geben:

TeiltypMaterialRichtpreis
Kleiner Clip oder HalterungPETG€5 - €15
Mittelgroßes TeilPETG€15 - €50
Großes oder komplexes TeilPETG€50 - €150
Mechanisch starkes TeilNylon€30 - €100+
Technischer PrototypPETG/ABS€40 - €200

Das sind Richtwerte. Der tatsächliche Preis hängt von allen oben genannten Faktoren ab.

Wie fordern Sie ein Angebot an?

Für ein genaues Angebot benötigen wir:

  1. 3D-Datei (STL, STEP oder ähnlich) — oder Fotos und Maße, wenn Sie keine Datei haben
  2. Materialpräferenz — oder eine Beschreibung der Anwendung
  3. Qualitätsanforderungen — Standard, fein oder Nachbearbeitung gewünscht?
  4. Stückzahl
  5. Gewünschte Lieferzeit

Senden Sie alles über unser Kontaktformular. Für einfache Teile können wir oft noch am selben Tag eine Einschätzung geben. Schauen Sie auch auf unsere Dienstleistungsseite für mehr Informationen zu unserem Angebot.

Transparenz steht bei 3Dennis an erster Stelle. Sie zahlen für das, was Sie bekommen, und wir beraten Sie stets, wie Sie Kosten sparen können, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen.

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